
Hurra der kleine Frosch ist da!
Zugegeben, es ist schon etwas her als wir unseren Schatz das erste mal in den Armen halten konnten. Aber lieber spät als nie. Unser Sohn ist mittlerweile 5 Wochen alt und kam (nicht wie in meinem letzten Blogpost angekündigt) am 1.7. sondern schon am 29.6.2016 auf die Welt.
Während ich noch relativ entspannt den Tag der Geburt in dem Glauben noch etwas Zeit zu haben im Bett gefaulenzt und geschlafen habe, musste es dann doch recht früh (3:45 Uhr) ins KH fahren. Ich watschelte im Halbschlaf Richtung Toilette und bevor ich das Bad betreten konnte, hinterließ ich vor der Türe einen See voller Fruchtwasser. Meine Überraschung darüber dauerte ein paar Sekunden an, dann realisierte ich, dass unser Sohn wohl keine Lust hatte erst am 1. Juli Geburtstag zu feiern.
Habe ich geschrieben es musste recht schnell gehen? Nun ja, wahrscheinlich hätten wir uns auch noch Zeit lassen können, aber wer weiß dass beim ersten Kind schon? Es musste ja wegen meiner Vorgeschichte ein Kaiserschnitt sein und auch wenn ich keine Wehen hatte, ist das Platzen der Fruchtblase doch ein Zeichen dafür dass das Baby wohl nicht zwei Tage länger im Bauch bleiben wird. Wir kamen also im Kreißsaal an und wurden erstmal in einen Raum verfrachtet wo in aller Ruhe noch die Herztöne des Kindes und die Wehuntätigkeit überprüft wurden. Mir wurde auch versichert dass ohne Wehen auch trotz Blasensprung das Kind nicht sofort kommt oder geholt werden muss. Daher mussten wir noch warten bis die Morgenschicht anrückte. Wir bekamen Besuch vom Anästhesisten und es wurde nochmal ein CTG (Kontrolle Herztöne/Wehen) geschrieben ehe es um 8 Uhr rum in den OP Saal ging.
Natürlich war ich aufgeregt und nervös, vor allem kurz nach dem Blasensprung. Aber je länger wir warten mussten, desto ruhiger wurde ich. An Schlaf war trotzdem nicht zu denken, auch wenn uns die Hebamme dazu geraten hat bevor die nächste Schicht anfing.
Im OP Saal angekommen, wurde die Betäubung ins Rückenmark gegeben und auch wenn sich das jetzt nicht so prickelnd anhört, es war weitaus weniger schlimm. Unangenehm ja, aber definitiv nicht schmerzhaft. Das gleiche gilt auch für den eigentlichen Eingriff. Durch die Betäubung fühlte sich alles unterhalb der Brust seltsam taub an. Als wären alle meine unteren Extremitäten eingeschlafen. Ich fühlte durchaus etwas aber keine Schmerzen. Den Schnitt bekam ich nicht mal wirklich mit. Um 8:31 empfing uns dann lautes Schreien und der Kleine war geboren.
Die Einzelheiten der folgenden Tage im KH erspare ich euch. Ich war zwar für einen KS relativ schnell auf den Beinen aber die Schmerzen hielten natürlich noch etwas an. Aber das war okay. Schließlich ist so eine Geburt nie schmerzfrei. Ob normale Geburt oder Kaiserschnitt. Nach 3 Nächten durften wir nach Hause und ich fühlte mich wie im Himmel wieder im eigenen Bett schlafen zu können.
Mittlerweile sind ein paar Wochen ins Land gezogen und wir sind noch immer glücklich. Trotz nächtlichen Aufstehen das zum Großteil allerdings mein Mann auf sich nimmt. Er ist eben ein großer Schatz. Der kleine Frosch hört (oder wird hoffentlich eines Tages) auf den Namen Finn und wächst und gedeiht so wie es sich für ein gesundes Baby gehört.
Mein Rheuma hat sich auch relativ schnell zurück gemeldet, weswegen ich in letzter Zeit etwas mehr zu kämpfen habe. Aber das jetzt ausführlich zu erläutern würde den Eintrag sprengen und ist eigentlich auch unwichtig. Wir sind glückliche Eltern und das zählt.
Also ihr Lieben, haltet die Ohren steif und bis demnächst!
Eure Bibi