
Baby braucht Platz.
Der Frosch ist nun 23 Wochen alt oder minus 4 Monate, je nachdem wie man nun rechnet. Während Bianca den kleinen täglich durch die Gegend tragen, und sich innerlich treten darf, bekomme ich noch nicht so wirklich was mit von dem kleinen Menschenei, der da in meiner Frau wächst. Allerdings setzte bei mir so ein gewisser Nestbau Trieb ein. Irgendwo muss das kleine Monster ja mal schlafen, wenn es dann mal etwas größer ist.
Erste Amtshandlung des neu in mir entdeckten Innenarchitekten war also erstmal das Wohnzimmer umzustellen. Wohnzimmer fragt Ihr euch nun? Naja unser derzeitiges Arbeitszimmer hat bisher neben meinem Schreibtisch (dazu gleich nochmal) vor allem die Massen von Biancas Büchern beherbergt. Und weil ich weiß, dass meine Gattin sich sicher nicht von all Ihren staub fangenden Büchern trennen würde musste erstmal Platz für zwei Billy Regel im Wohnzimmer geschaffen werden. Das Ergebnis ist nun ein Raum der deutlich größer und offener wirkt und die angeschlossene offene Küche wurde bei der Gelegenheit auch etwas versteckt. Unser TV-Board wirkt nun als passender Raumtrenner.
Nun zu dem wichtigen Teil, das Arbeitszimmer musste erstmal ausgeräumt werden. Die meisten Bücher waren ja zum Glück schon umgezogen (ein paar alte Schinken konnten dann doch entsorgt werden) aber trotzdem macht Ihr euch keine Vorstellung davon wieviel Mist sich in so einem Zimmer ansammeln kann.
Oben hab ich schon meinen Schreibtisch erwähnt, richtig viel wurde dort nicht mehr gemacht. Aber irgendwie brauchten wir doch noch einen Platz für unseren ganzen Dokumentenkram der ja doch immer wieder mal anfällt wenn man Erwachsen ist. Dieser Arbeitsbereich wurde in unser Schlafzimmer transferiert. Eben mal eine Melltrop auf ein Garton geschraubt und das ganze am Kallax befestig und fertig sind Bastis neue 75 cm Stehschreibtisch. Wer sich jetzt fragt, ja das sind alles Ikea Bauteile. 75 cm Schreibtischplatz sind nun wirklich nicht viel aber reichen für Monitor, Tastatur und MacBook Ständer. Und im Kallax kommen auch noch die ganzen Ordner unter.
Zurück zum neuen Kinderzimmer. Was braucht man da nun eigentlich so für eine Ersteinrichtung? Ein Bett, das ist einfach. Kinder schlafen ja bekanntlich viel, zumindest dann wenn sie gerade nicht wach sind. Einen Schrank, Klamotten tragen die kleinen ja auch und die brauchen Platz, denn alles auf einmal hat an so nem Kinderkörper ja dann auch wieder nicht Platz. Das sollte auch schon das wichtigste sein. Halt. Nein. Stop, eine Wickelkommode ist essentiell für die ersten Jahre. Man will ja nicht auf dem Küchentisch wickeln müssen. Zum Glück haben bekannte Möbelketten diese Bedürfnisse auch erkannt und bieten praktische Babyzimmer-Sets mit genau diesen Komponenten an. Erste Recherchen haben aber ein kleines Problem aufgedeckt. Die aktuelle Mode deckt sich nicht so ganz mit unseren Vorstellungen von hübsch. Babyzimmer müssen derzeit alle Weiß sein. Also wirklich strahlend Weiß, Lackweiß ja fast schon blendend Weiß. Mit Glück findet man hier und dort eine Reihe die einen Streifen in Holzoptik übrig lässt aber wirklich nur mit Glück.
Mit geringer Hoffnung sind wir dann mit den Schwiegereltern aufgebrochen beim Segmüller ein paar Zimmer zu begutachten. Wir sind auch fündig geworden und natürlich wurde es ein weisses Kinderzimmer. Aber hey, trifft nicht die aktuelle Mode es ist nämlich kein Lackweißes Zimmer sondern eines in Holzoptik mit weisser Lasur. Und wenn man mal so darüber nachdenkt ist Weiß doch gar nicht so schlecht. Jede Menge Leinwand für den Kleinen um sich mal künstlerisch verwirklichen zu können. Es ist wirklich schön geworden und uns war auch wichtig das es robust genug ist um die ersten Kinderjahre heil zu überstehen.
Zimmer ist nun also fertig (Naja nein, es muss noch wohnlich gemacht werden aber die Möbel habe ich schon aufgebaut) und so langsam stellen sich die nächsten Fragen. Baby will ja auch bewegt werden. Also welcher Kinderwagen ist grad derjenige welche den Familie haben will? Und eigentlich möchte ich ja ein so schickes Fahrrad mit Platz vorne drin fürs Kind. Problem nur, ich fahre ja eigentlich gar nicht Fahrrad…
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