
Jahresrückblick 2015
Bald schneit das Jahr durch unsere Türen und so manch einer lässt das Jahr 2015 nochmal Revue passieren.
Was war bei euch das schönste, aufregendste oder aber auch das traurigste und zermürbendste Ereignis diesen Jahres?
Ich für meinen Teil kann guten Gewissens sagen, dass dieses Jahr ein gutes Jahr war. Ich kann mich zumindest nicht spontan an etwas trauriges oder furchtbares erinnern. Ein gutes Zeichen oder nicht?
Mein Jahr 2015 fing Anfang Januar gut an. Ich fand mein persönliches Traumkleid für die Hochzeit im Juli.
Im März wartete dann der OP-Tisch auf mich. Meine rechte, vom Rheuma arg zerschlissene Hüfte wurde durch ein künstliches Gelenk ersetzt. Der Eingriff verlief gut und auch wenn das Aufwachen aus der Narkose mit ein paar Schmerzenstränen gespickt war, lief alles weiterhin ohne Probleme ab. Ich war dank meinen Stützen und den Schmerzmedikamenten schnell wieder auf den Beinen und marschierte den Stationsgang mehrmals am Tag auf und ab.
Dank der Familie und den Freunden musste ich diesen Abschnitt meines Lebens nicht alleine durchstehen. Ich hatte immer Besuch, liebe Post und wenn das Krankenhausessen mehr schlecht als recht die Speiseröhre runterrutschte, standen meine Retter mit einer herrlich duftenden Pizza an meinem Bett. Auch die Reha war ein voller Erfolg und vier Wochen später befand ich mich wieder zu Hause. Die Stützen lehnten trauernd in einer Ecke während ich es genoss auf meiner nun nicht mehr schmerzenden Hüfte laufen zu können. Das künstliche Gelenk tauften wir liebevoll „Ted“ und der Gute ist mir bis jetzt treu ergeben. Das einzige Überbleibsel ist eine bereits verblassende Narbe, die mir kaum noch ins Auge fällt.
Die Monate verstrichen rasch, die Hochzeit wurde weiterhin geplant und der Junggesellinenabschied stand vor der Tür. Es wurde feierlich Pizza gegessen während ich mich durch diverse kleinere Rätsel und Videobotschaften wühlte und versuchte die Lösung herauszufinden. Mit etwas Hilfe meiner Mädels habe ich es geschafft. Als Lösung stand dort nun: heute verdienst du dir deine „Schwimmflosse“
Etwas später stand ich im Bikini bekleidet vor einem Schwimmbecken während unser eigener Schwimmtrainer (wir tauften ihn Eric, seinen richtigen Namen habe ich ohnehin vergessen) erklärte was uns erwartete.
Wir wurde mir Meerjungfrauenflossen ausgestattet und ins Wasser gescheucht. Eine Meerjungfrau muss schließlich auch erst etwas üben ehe sie elegant durchs Meer schwimmt.
Was immer so einfach aussieht, war eine echte Herausforderung. Tauchen, durch Ringe schwimmen, Gegenstände herausfischen, purzenbäume schlagen. Alles brauchte mehrere Versuche, was dem Spaß daran aber keinen Abbruch tat.
Nach getaner Arbeit marschierten wir ausgepowert doch mit gewisser Vorfreude zur Wohnung meiner Trauzeugin. Selbstgemachte Cocktails und Knabberkram warteten schließlich auf uns.
Die Getränke wirkten schnell und wir waren gut gelaunt und ausgelassen. Ich selbst begrüßte den hereinbugsierten Stripper mit einem herzlichen „Hallo“ ehe mein Gehirn wieder das arbeiten anfing und mir klar wurde, was mir nun blühte. Meine unbekümmerte Begrüßung und der Moment der Erkentniss wurde mit viel Gelächter quittiert. Mein Gesichtsausdruck muss einfach perfekt gewesen sein.
Wir hatten also einen wirklich schönen und lustigen Abend der mit einigen Runden Singstar beendet wurde und ehe ich mich versah, war auch schon der Tag der Hochzeit da.
Die Frisur saß dank der Friseurin die zu mir ins Hotelzimmer kam perfekt. Die Schminke passte sich der Frisur an und das Kleid sah umwerfend aus. Nach dem Paarshooting stand ich nun neben meinen zukünftigen Ehemann umgeben von den engsten Freunden und Familienmitgliedern und war einfach nur glücklich.
Das anschließend Fest bestand aus sehr leckerem Essen, einer tollen Band und noch tolleren Überraschungen. Unsere Lieben haben sich mächtig dafür ins Zeug gelegt damit unser Tag der Beste wird. Hier auch nochmal ein herzliches Danke, ihr seid die Besten!
Wir tanzten, schlugen uns die Bäuche voll und lachten. Mein persönliches Highlight und beste Überraschung des Abends war allerdings als wir Arm in Arm unter einem klaren Sternenhimmel im Schein von Fackeln zu „Halleluja“ tanzten durften. Da blieben auch meine Augen nicht trocken. Eine gelungene tolle Hochzeit die nicht perfekter in Erinnerung bleiben kann.
Wenige Monate später steht die nächste freudige Nachricht in Form eines roten Kreuzes eines Schwangerschaftstest vor der Türe. Das Glück ist groß und hat auch bis jetzt nichts an der Vorfreude verloren. Da wir es für ein gutes Weihnachtsgeschenk hielten ließen wir unsere Freundin ein kleines Meerjungfrau/mannbaby malen und hielten das kleine Kunstwerk auf einer Postkarte fest.
Der große Tag rückt näher. Heiligabend! Und ich kann es kaum erwarten die Kuverts zu verteilen. Die Freude ist groß und wir werden herzlich gedrückt. Auch meine Familie freut sich wie ein Honigkuchenpferd und können es kaum fassen Oma+Opa+Tante+Onkel zu werden. Überraschung gelungen. Zumindest fast. Kurz vor der Offenbarung werde ich von der Schwägerin wissend angegrinst und mir wird klar, dass da jemand 1 + 1 bereits zusammen gezählt hat.
Silvester ist also im Anmarsch und wir werden so wie es aussieht im Sommer des kommenden Jahres Eltern werden. Es bleibt spannend.
Mein Mann hat für das kleine auch schon einen Twitteraccount angelegt. 😀 wer also neugierig ist folgt dem @Gatlingjohny.
Unser Codename unter Freunden vor der großen Verkündung. Wie wir drauf kamen? Tja.. Dafür sind Freude ja da! 😀
Ich hoffe ihr hattet ein tolles Jahr 2015 und wünsche euch ein noch besseres 2016!!
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